Fans auf Twitter: Was wir von Beliebers lernen können

Justin Bieber ist ein mediales Phänomen. Mit dem Schwarm vieler Teenager wird man seit einiger Zeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit konfrontiert. Die meisten weiblichen Personen zwischen acht und achtzehn positionieren sich, lieben oder hassen Justin Bieber. Der restliche Teil der Bevölkerung nimmt den Bieber-Hype meist nur mit Kopfschütteln oder Achselzucken zur Kenntnis. Kreischende, in Ohnmacht fallende Zahnspangenträgerinnen – das gab es schließlich schon bei Elvis und den Beatles. (mehr …)

Du bist ein Bäumchen im Kopf der anderen

Wenn wir Eindrücke und Wahrnehmungen verarbeiten, denen wir bewusst oder unbewusst eine Bedeutung für unser Leben zumessen, wachsen in unseren Köpfen neue neuronale Verbindungen. Unsere Synapsen werden beim Lernvorgang also nicht einfach nur zum „Abfeuern“ von Aktionspotentialen angeregt. Vielmehr entstehen faserige kleine Netze , die eine erstaunliche Komplexität annehmen können. Und wenn wir an Aufgaben und anderen Menschen wachsen, so findet dies durchaus eine wortwörtliche Entsprechung in unserem Gehirn. (mehr …)

Hast du Profil? Du bist dein Alleinstellungsmerkmal!

„Deine Persönlichkeit und dein Verhalten sind wichtiger als das Produkt deiner Arbeit.“

~ Seth Godin

War es schon immer dein Traum, Autoreifen zu verkaufen? Wahrscheinlich nicht. Aber stellen wir uns einmal vor, Autoreifen seien schon von Kindesbeinen an deine Leidenschaft gewesen und Pirelli und Goodyear deine heimlichen Ikonen. Und jetzt willst du endlich deinen eigenen Reifenhandel aufziehen.

In der Existenzgründerberatung wirst du auf die Wichtigkeit des Alleinstellungsmerkmals aufmerksam gemacht, und so setzt du dich hin und brütest darüber nach, wie du dich von anderen Pneu-Dealern  abheben kannst. Du könntest zum Beispiel eine kostenlose Felgen- und Reifenwäsche anbieten oder dich auf runderneuerte Reifen spezialisieren. Wie wäre es damit, ein ergänzendes Produkt in dein Angebot aufnehmen oder einen Express-Reifenwechsel anzubieten? Du sprühst auf einmal vor Ideen. Es gibt nur ein Problem: (mehr …)

Rhythmus und Social Media

Kennst du den Film Die Farbe Lila? Es ist die Geschichte zweier Schwestern. Netties bedingungslose Liebe zu ihrer Schwester Celie lässt sie über viele Jahre hinweg Briefe an Celie schreiben. Sie erhält nie eine Antwort, da der tyrannische Ehemann von Celie alle Briefe abfängt. Ihr Glauben an ihre Schwester bleibt indes unerschütterlich. Nettie schreibt und schreibt und berichtet von ihrem Leben – ohne je eine Antwort zu erhalten. Sie weiß nicht, ob ihre Schwester die Briefe erhält und ob sie überhaupt noch lebt. Sie schreibt und schickt ihre Briefe dennoch in regelmäßigem Rhythmus ab. Sie pulst ihre Worte, weil sie um deren Wirkung weiß.

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Was ist Reichweite auf Twitter wert?

Die Zahl der Follower auf Twitter ist für die meisten das Maß aller Dinge. Menschen mit Millionen von Followern müssen einfach „Big Shots“ sein. Oft sind sie es ja auch. Lady Gaga mit jetzt 10 Millionen Followern ganz bestimmt. Aber auch schon mit ein paar tausend Followern hat man sich in den Augen vieler Nutzer eine bedeutende Reichweite aufgebaut.

Sieht man sich aber einige Profile etwas näher an, befallen einen rasch Zweifel. Hier ein beliebiger Twitter-Account, auf den ich heute gestoßen bin: (mehr …)

Rauf auf die Mailbox: 12 starke Gründe für die Sprachnachricht

Ein Anruf stellt unvermeidlich eine Unterbrechung und oftmals eine Störung dar. Es lässt sich nie garantieren, ob der Angerufene nicht gerade bei einer wichtigen Tätigkeit aufgehalten wird oder in einer Besprechung ist. Natürlich sollte im Idealfall jeder sein Handy ausschalten, wenn er nicht gestört werden will. In der Praxis – und insbesondere im Zeitalter der Smartphones – wird dies oftmals vergessen. Folgerichtig weichen viele zur Kontaktaufnahme von vornherein auf SMS, Nachrichten-Apps oder E-Mail aus. Gern wird auch via Facebook oder Xing kommuniziert. (mehr …)

Eudora und der kleine rote Abschleppwagen

Vermutlich bin ich der letzte Mensch in Deutschland, der noch Eudora Mail benutzt. Und mit Eudora meine ich jetzt nicht die revampte Variante von Mozilla, sondern die letzte Version, die noch von Qualcomm verantwortet wurde (Das war 7.1.0.9, für alle, die es genau wissen wollen, und sie steht unter http://www.eudora.com/archive.html nach wie vor zum Download bereit).

Es gibt eine Reihe von praktischen Gründen, warum ich noch an dem hoffnungslos veralteten Mailer hänge.  Plus einen eher irrationalen und emotionalen Grund. (mehr …)

Die wundersame Macht der bloßen Präsenz

In seinem Buch „Trust Agents“ beschreibt der großartige Chris Brogan an Hand eines Undercover Agents, was Präsenz für Vertrauensbildung bedeutet und was sie bewirken kann. Der FBI-Mann Joe Pistone tauchte für 6 Jahre unter dem Namen Donnie Brasco in die Welt der Cosa Nostra ein. Er drang so tief in ihre Strukturen vor, dass mit Hilfe seiner Informationen dem FBI letztlich ein bedeutender Schlag gegen die Organisation gelang. Dieser Erfolg war das Ergebnis langer vertrauensbildender Maßnahmen. Die behutsamen Schritte, die er unternahm, (mehr …)

Ist Twitter mehr als ein modernes Telex?

Es ist nicht neu, dass Twitter sich in offiziellen Stellungnahmen als schnellen Kurznachrichtendienst interpretiert, und zweifellos ist diese Funktion augenfällig. Nutzer von Twitter publizieren mehr oder weniger relevante News am laufenden Band, vom Genuss des leckeren Smoothies bis zum Tod Osama bin Ladens. Jede Nachricht ist eine Nachricht. In letzter Zeit scheint sich Twitter auf diese Tautologie reduzieren zu wollen, zumindest scheint es Anzeichen dafür zu geben. (mehr …)

Wenn dir jemand seine Briefmarkensammlung auf Facebook zeigen will

Briefmarkensammeln ist heute kein sonderlich populäres Hobby mehr. Kinder und Jugendliche werden nur noch selten zur Philatelie herangeführt; im Wettbewerb mit den schrillen Bildern und Tönen moderner Medien ziehen die kleinen gummierten Bildchen einfach den Kürzeren. Der Begriff Philatelie ist eine Kombination der griechichen Wörter philos (Freund) und a telos (ohne Ende) – Freunde ohne Ende also. Konkret bezieht sich die Endlosigkeit auf die ständig neu herausgegebenen Postwertzeichen, die das Briefmarkensammeln zu einer niemals endenden Leidenschaft werden lassen. (mehr …)