Für Onlinekäufer ist das Internet ein einziger Flohmarkt mit Abermillionen von Verkaufsständen. Während einem aber auf einem realen Flohmarkt dieser Größe schon nach kurzer Zeit die Füße qualmen würden, wollte man alle Preise und Artikel verschiedener Anbieter vergleichen, kann man sich in der Onlinewelt in Sekundenschnelle von einem Stand zum anderen „beamen“. Mit Google und Preisvergleichsmaschinen ist es ein einfaches, den jeweils günstigsten Anbieter eines Artikels ausfindig zu machen. 

Gehandelt wird seit Menschengedenken. Eine solche totale Markttransparenz aber ist im Handel noch ein relativ junges Phänomen, und so fallen die Reaktionen darauf oft auch etwas hilflos aus. Mit allerlei legalen und halblegalen Tricks wird bisweilen versucht, in Preissuchmaschinen einen der obersten Plätze zu ergattern. Überzogene Versandkosten, intransparente Zuschläge, nur kurzzeitig abgesenkte Preise, irrelevante Reputationssiegel und gefälschte Bewertungen sind einige der häufig anwendeten Methoden.

Die alte Kaufmannsweisheit „im Einkauf liegt der Gewinn“ hat auch in der Onlinewelt nichts an Gehalt eingebüßt. Welche Artikel zu welchen Preisen verkäuflich sind, unterliegt aber noch anderen Einflüssen. Im Kern gibt es drei Stellschrauben, um die Herausforderung des offenen Onlinemarktes anzunehmen: Preis, Nische und Marke. Jeder dieser drei Parameter korreliert dabei mit einem anderen wichtigen Faktor:

Preis versus Vertrauen
Bei aller „Schnäppchengier“ kaufen Kunden nicht zwingend beim günstigsten Anbieter, sondern bei dem, dem sie auch entsprechendes Vertrauen entgegenbringen. Bewertungen, Social Media und Empfehlungen werden in Zukunft einen immer größeren Einfluss bei Kaufentscheidungen spielen.

Nische versus Nachfrage
Glücklich, wer im Onlinehandel noch eine Nische ausfindig macht und sie besetzen kann. Aber besteht nach diesen Artikeln auch eine Nachfrage? Oder angelt an diesem Tümpel nur keiner, weil es hier keine Fische gibt?

Marke versus Marketing
Apple beweist, dass nichts so profitabel ist wie eine erfolgreich aufgebaute Marke. Kunden ist ihr Image oftmals wichtiger als ihre Preissensibilität. Allerdings ist der Aufbau einer erfolgreichen Marke (auch der einer Shop-Marke) ein langwieriger und mit hohen Anforderungen verbundener Prozess. Nachhaltiges Branding ist aufwändig und für viele Gründer mit überschaubarem Marketingbudget nicht zu leisten.

Bei alldem ist der Preis die Basis aller Kaufüberlegungen. Nicht jeder Händler kann eine Nische besetzen, und gerade neu auf den Markt tretende Onlineshops können auch noch keine intensive Markenwahrnehmung besitzen. So bleibt ein möglichst günstiger Einkauf ein zentraler Baustein für den Erfolg, um über attraktive Preise neue Kunden zu gewinnen.

Konkurrenzfähige Preise sind zwar für alle Online-Händler wichtig, man muss aber nicht zwingend über das gesamte Portfolio der günstigste Anbieter sein. Wichtig ist, dem Kunden gute Gründe für den Aufpreis gegenüber der Konkurrenz zu vermitteln. Hohe Qualität, schneller Versand und eine exzellente und kulante Kundenbetreuung geben dem Kunden die Sicherheit, für die er gern etwas mehr auf den Tisch legen wird.

Wo aber lassen sich die wirklich relevanten Online-Großhandelsplätze für den Einkauf finden? Im Magazin internethandel.de wird in der Titelstory über die besten deutschen Großhandelsplätze berichtet. Die fünf relevantesten Anbieter werden ausführlich dargestellt, daneben gibt es auch eine Übersicht über wichtige internationale Plattformen.

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Im Rahmen eines Vergütungsmodells wird dieser Blogbeitrag durch das Onlinemagazin Internethandel honoriert. Das Vergütungsmodell ist nicht provisionsabhängig (Affiliate). Ich beleuchte monatlich ein Thema aus der aktuellen Ausgabe des Magazins. Diese Artikel spiegeln meine ungefilterte und persönliche Meinung wider. Es gibt keinerlei Einschränkungen oder Vorgaben durch den Auftraggeber, weder inhaltlich noch in Bezug auf etwaige zu integrierende Keywords oder Verlinkungen.

Einer ist immer billiger – na und? Einkauftipps für Onlinehändler
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