Wer sich im Onlinehandel betätigt, muss sich um günstige Einkaufspreise bemühen. Große Handelshäuser beziehen daher schon seit langem einen wesentlichen Anteil Ihres Sortiments aus Fernost, und hier insbesondere aus China. Doch erst seit relativ kurzer Zeit haben auch kleinere Onlinehändler mit geringem Umsatzvolumen die Möglichkeit, auf das vielseitige Produktportfolio chinesischer Anbieter zuzugreifen und den Einkauf über eine sichere Plattform abzuwickeln.

Der lange Marsch zum Qualitätssiegel

Über lange Zeit konnten die alteingesessenen Industrienationen naserümpfend auf eine mangelnde Fertigungsqualität der in China hergestellten Produkte verweisen und so einen teureren Preis rechtfertigen. Horrormeldungen über Haushaltsgeräte mit blanken Elektrokabeln und über giftiges Baby-Spielzeug verunsicherten zudem europäische und amerikanische Verbraucher.

Mittlerweile ist die Lage weit differenzierter. Minderwertige Produkte gibt es zwar nach wie vor, jedoch spielt Qualitätssicherung in Schwellenländern eine immer größere Rolle. Viele der chinesischen Fabriken haben inzwischen ein außerordentlich hohes Fertigungsniveau erreicht und sich den wachsenden Ansprüchen ihrer Kunden angepasst. Eine auf Export und Wachstum angewiesene Wirtschaft wie die chinesische kann es sich nicht mehr erlauben, zahlungskräftige Konsumenten im Ausland zu verärgern. Hier wird eine Entwicklung nachvollzogen, wie sie in den siebziger Jahren bereits in Südkorea und Taiwan zu beobachten war.

Risiko-Reich der Mitte?

Kleinere Onlinehändler verhalten sich bislang zurückhaltend, wenn es um Bezug von Produkten aus Nicht-EU-Ländern geht. Trotz verlockend niedriger Erstehungskosten scheinen die Risiken für viele unabwägbar. Die Überprüfung der Seriosität ausländischer Anbieter ist problematisch. Transaktionen sind nicht abgesichert, Liefertermine unsicher und die Sprachbarriere tut ein Übriges. Hinzu kommen die Zollformalitäten, die eine bürokratische Hürde darstellen und die Einfuhr erschweren.

Offensichtlich fehlte hier lange ein Portal, das all diese Risiken minimiert und dem Händler eine sichere Abwicklung aller mit dem Einkauf und der Einfuhr verbundenen Prozesse erlaubt. Mit Alibaba.com existiert zwar seit vielen Jahren eine professionelle chinesische B2B-Plattform, jedoch wird dort stets ein relativ hohes Bestellvolumen vorausgesetzt. Erst im Jahr 2010 wurde von der Alibaba Group mit Aliexpress.com eine Handelsplattform ins Leben gerufen, die sich gezielt auch an kleinere Händler mit geringerem Ordervolumen richtet. Der Erfolg stellte sich denn auch umgehend ein.

Kaufhaus des Fernen Ostens

Das Sortiment von Aliexpress ist mit mehr als 20 Millionen verschiedenen Produkten äußerst umfangreich. Es werden fast alle Bedürfnisse von Konsumenten abgedeckt: Mobiltelefone, Computer, Elektronik, Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Gesundheit und Schönheit, Hochzeitszubehör, Haus und Garten sind nur einige der Rubriken.

Aliexpress sichert den Onlinehändler nach dem Vorbild von eBay bei allen Transaktionen ab. Vermutlich ein wesentlicher Grund, warum diese Handelsplattform seit ihrem Start vor zwei Jahren ein erstaunliches Wachstum vorweisen kann. Auch aus  Deutschland melden sich immer mehr Onlinehändler auf Aliexpress.com an. Im Hilfebereich des E-Commerce-Portals findet der Einkäufer in spe nützliche Anleitungen. Dennoch kann es am Anfang schwierig sein, unter den zahlreichen Informationen alle Antworten auf die typischen Fragen eines Einsteigers zu finden. Die Hilfetexte liegen zudem nur in Englisch vor. Was bislang fehlt, ist ein strukturierter deutschsprachiger Leitfaden.

Wegweiser für China-Dealer

Dieses Manko behebt das Onlinemagazin internethandel.de. Im Artikel Die weltweiten Einkaufsquellen führender Online-Händler wird das Portal Aliexpress detailliert erklärt.  Man erfährt, wie man sich auf dem Portal orientiert, wie sich Produktqualität und die Seriosität des Lieferanten überprüfen lassen und wie der implementierte Treuhandservice „Escrow“ funktioniert. Alle Prozesse von der Bestellung über die Bezahlung bis zur Lieferung werden schrittweise dargestellt. Auch die Zollabwicklung wird ausführlich behandelt und es wird beschrieben, wie man vorab zollfreie Warenproben bestellen kann.

Wertvoller Lesestoff also für jeden Online-Händler, der im Preiskampf bestehen und sein Sortiment erweitern will. Ein Blick in die kostenlose Leseprobe von internethandel.de lohnt sich auf jeden Fall.

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Einkaufen in China – Der Leitfaden für alle Onlinehändler

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