Mit Guerilla-Marketing verbindet man kreative und ungewöhnliche Werbemaßnahmen. Man begegnet dieser Werbung oft an ungewöhnlichen Orten und in einem unerwarteten Kontext.

Der Begriff Guerilla-Marketing entstand in den 80ern und das gleichnamige Buch von Jay C. Levinson wurde rasch zum Bestseller. Angelegt war es als Konzeptkochbuch für kleine Unternehmen, die mit geringen Mitteln die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewinnen müssen und nicht mit den Millionen-Etats der großen Agenturen um sich werfen können. Damals begegneten die professionellen Kreativen den unkonventionellen Methoden des Guerilla-Marketings noch mit hochgezogenen Augenbrauen. Billiges Straßenmarketing für kleine Krauter – das ging an der Welt der Hochglanz-Werber glatt vorbei.

Die Zeiten haben sich gewandelt. Längst sind die Methoden des Guerilla-Marketings ein beliebtes Tool im Werkzeugkasten auch etablierter Kommunikationsagenturen. Erheblichen Anteil daran hat das Internet, das über Plattformen wie YouTube zur Verbreitung und Popularisierung origineller Marketing-Methoden beigetragen hat.

Ironischerweise sind es heute oft die kreativen Kampagnen und Aktionen großer Konzerne, die wir mit innovativen Marketingmethoden verbinden. Und doch haben auch sie ihren Ursprung im Guerilla-Marketing.

Ein gutes Beispiel ist der „Happiness Truck“ von Coca Cola:

Die Dokumentation dieser besonderen Charity-Aktion auf YouTube vermittelt dem Betrachter das Gefühl, dabei zu sein. Der Hersteller antwortet in den Kommentaren zum Video zudem zeitnah auf Fragen der User und verstärkt so noch das Image eines fürsorgenden und freigiebigen Unternehmens.

Im Kontrast dazu bemüht sich Mercedes-Benz mit dem Video des unsichtbaren Autos um eine Demonstration der technisch innovativen Marktführerschaft:

Beide Aktionen sind exemplarisch. Mit Guerilla-Marketing kann die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wirksam verstärkt und gesteuert werden. Die Kernwerte eines Unternehmens sollten in den jeweiligen Aktionen deutlich werden und sie spiegeln. Ein noch so spektakulärer oder verblüffender Marketing-Auftritt verpufft seine Wirkung, wenn kein Bezug hergestellt wird zu dem, wofür die Marke im Kern steht.

Für Online-Händler stellt Guerilla-Marketing eine interessante Möglichkeit dar, sich von konventionellen PR-Strategien der Wettbewerber abzuheben. Das Magazin Internethandel.de geht mit Guerilla-Marketing im Online-Handel auf kreative Ansätze für angehende Marketing-Guerillas ein.

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Im Rahmen eines Vergütungsmodells wird dieser Blogbeitrag durch das Onlinemagazin Internethandel honoriert. Das Vergütungsmodell ist nicht provisionsabhängig (Affiliate). Ich beleuchte monatlich ein Thema aus der aktuellen Ausgabe des Magazins. Diese Artikel spiegeln meine ungefilterte und persönliche Meinung wider. Es gibt keinerlei Einschränkungen oder Vorgaben durch den Auftraggeber, weder inhaltlich noch in Bezug auf etwaige zu integrierende Keywords oder Verlinkungen.

Guerilla-Marketing muss zum Guerilla passen!
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